Pagespeed Optimierung – Mehr Traffic, mehr Conversions, mehr Besucher

Der PageSpeed ist mittlerweile ein wichtiger Faktor für Webseitenbetreiber geworden: Nicht nur, weil Google ihn mit ins Ranking einfließen lässt, sondern auch, weil durch schnellere Ladezeiten die Usability steigert und für mehr Umsatz sorgen kann. Amazon selber hat man eine Studie veröffentlicht, bei der gesagt wurde, dass man pro Sekunde Ladezeit ca. 10% an Umsatz verliert. Die Ladezeit ist also ein wichtiger Faktor, besonders im Hinblick auf den Besucher, welcher ja unser Kunde werden soll.

Doch nicht nur der Besucher ist wichtig, auch Google, denn über die Suchmaschine soll Traffic generiert werden. Seit 2010 ist der PageSpeed ein offizieller Rankingfaktor von Google, das bedeutet, dass der PageSpeed durchaus für ein besseres Ranking sorgen kann.

Google PageSpeed als Rankingfaktor

Es ist nur ein logischer Schritt, dass Google den PageSpeed in die Reihe der Rankingfaktoren aufnimmt. Warum? Weil Google den Nutzern nicht nur hochwertige Inhalte, sondern auch benutzerfreundliche Webseiten anbieten möchte. Unter “Benutzerfreundlich” fallen aber viele verschiedene Begriffe, neben dem PageSpeed:

  • PageSpeed
  • Keine Werbung (wenn, dann nur Dezent)
  • Strukturierte Inhalte
  • Klar Strukturierte Navigationen

Es gibt natürlich noch einige weitere Punkte, die man hier hätte aufzählen können. Uns geht es aber nur um den PageSpeed und darum, dass er als Rankingfaktor zählt. Der PageSpeed-Score ist deshalb ein Rankingfaktor, weil er dem Nutzer zu gute kommt. Keiner wartet gerne und vor allem nicht darauf, dass eine Webseite fertig geladen hat und endlich angezeigt wird.
Schnellere Webseiten verärgern die Nutzer nicht und können auch dafür sorgen, dass Nutzer nicht direkt wieder abspringen, sondern noch weiter auf der Webseite bleiben und sich umschauen. Schließlich braucht die Seite ja nicht lange zum laden, was bei mehreren Seitenaufrufen nerven würde.
Man kann sich also mit einem guten PageSpeed-Score einen Ranking-Vorteil verschaffen, was aber nicht bedeutet, dass ich automatisch auf allen Keywords extrem nach vorne rutsche in den SERPs, sondern lediglich, dass Google mehr Gefallen an meiner Seite hat und sie anderen Seiten, die deutlich langsamer sind, bevorzugen wird. Ich selber habe es aber auch schonmal beobachtet, dass man auf dem ein oder anderen Keyword um ein paar Plätze nach vorne springen kann, wenn man den PageSpeed einer Seite optimiert. Allerdings kann es nur schwer nachgewiesen werden, ob solche Sprünge wirklich am PageSpeed liegen oder nicht.

PageSpeed für mehr Traffic und Conversions

Webseiten, die über Google gefunden werden können, bekommen natürlich auch Traffic. Allerdings ist das noch nicht alles. Schnelle Webseiten werden auch bevorzugt in sozialen Netzwerken geteilt und den vernetzten Freunden empfohlen. Wieso sollte man auch eine langsame Webseite empfehlen, wenn es mittlerweile zu fast jedem Thema eine schnellere Seite gibt?
Die Ladezeit ist also nicht nur für Google entscheidend, sondern auch dafür, wie zufrieden meine Besucher mit meiner Webseite sind. Und je zufriedener die Besucher mit einer Webseite sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass die Seite auch weiterempfohlen wird.
Mehr Conversions
Ein weiterer, nicht zu vergessener Punkt, sind die Conversions: Wir alle möchten, dass unsere Besucher zu unseren Kunden werden. Sei es, dass wir Affiliate sind oder doch ein eigener Shopbetreiber. Eine Studie aus dem Hause Amazon hat ergeben, dass langsamere Webseiten weniger Umsatz generieren – was ja auch logisch ist: Ein Besucher wird nicht lange warten, bis die Webseite eines Onlineshops geladen wurde, sondern wird nach ein paar Sekunden das Fenster schließen und sich einen anderen Onlineshop suchen. Amazons Studie besagt genau:

Often quoted research on this subject includes an Amazon study that showed a 1% decrease in sales for every 0.1s decrease in response times.(Kohavi and Longbotham 2007)

Jetzt muss man mal hochrechnen: Eine Sekunde längere Ladezeit bedeutet schon: 10% Verlust des Umsatzes. Natürlich kann man das nicht auf jeden Onlineshop beziehen, sollte man sich aber mal vor Augen halten, denn Amazon ist nicht gerade ein unbekannter Onlineshop.

PageSpeed optimieren

Jetzt habe ich ganz schön viel über den PageSpeed geschrieben und wie toll er doch ist. Doch wie lässt er sich optimieren? Ganz einfach: Google bietet ein Onlinetool “PageSpeed Insights” und eine Chrome-Extension an. Mit beiden Tools lässt sich der PageSpeed einer Seite nicht nur prüfen, sondern auch optimieren, da in beiden Varianten des Tools Tipps zur Optimierung ausgegeben werden.

Bei der Chrome-Extension kann man sogar optimierte Dateien wie Bilder, CSS und JavaScripts generieren lassen, sich sofort herunterladen und auf den Server packen. So kann man einige Punkte aus den Verbesserungsvorschlägen direkt abarbeiten, ohne selber irgendwas gravierendes zu tun. Anschließend geht es meistens an die Technik: JavaScripte später parsen, Browser-Caching und viele andere Punkte, die abgearbeitet werden sollten, um den PageSpeed-Score nach oben zu treiben (je höher der Score, desto besser).
Ohne das Layout gravierend zu ändern
Allerdings sollte man nur so weit gehen, wie man auch selber möchte. Natürlich ist der PageSpeed von 100 das maximum, aber trotzdem sollte man dabei immer noch ein Auge auf die Suchmaschinenoptimierung haben und natürlich auf das eigene Layout. Das sollte wenn möglich nicht verändert werden – sofern die Seite Layouttechnisch schon optimiert wurde. Oder man schafft es, den PageSpeed auf 100 zu bringen, ohne das Layout zu verändern – ist schließlich auch schon vorgekommen.

PageSpeed nur ein Rankingfaktor von vielen

Zuletzt gilt es noch zu sagen, dass der PageSpeed nur ein Rankingfaktor von vielen ist. Man sollte nicht vergessen, dass es noch über 200 andere Rankingfaktoren gibt, die es zu beachten gilt. So zum Beispiel der Backlinkaufbau und die interne Linkstruktur. Ich persönlich empfehle, immer erst eine gute Basis zu schaffen, also Onpage so viel wie möglich rauszuholen und dann mit dem Linkaufbau anzufangen. Onpage wird in meinen Augen nämlich ein immer wichtiger werdender Rankingfaktor für die Google-Suchergebnisse.